"Wir glauben, dass Liebe und Verständnis
für die Natur dadurch entsteht, mitten in ihr zu leben."
Manu-Amarakaery-Reservat
Manu-Nationalpark und Amarakaery-Kommunal-Reservat
Der Manu ist die üppigste Lebensform des Planeten und der unberührteste
Winkel des Amazonas. Er bietet dem Besucher einen kleinen Einblick in
eine Welt, die weit weg von seiner eigenen ist, eine Gelegenheit, höchst
aussergewöhnliches Leben und Lebewesen verschiedenster Art zu entdecken.
Eine Reise in den Amazonas und speziell in das Manu-Reservat wird Sie
mit einer tiefen Wertschätzung und Respekt für die Welt der
Natur und seiner geheimnisvollen Kräfte prägen.
Der Manu-Nationalpark liegt im Südosten Perus in der Provinz Madre
de Dios, wurde im Jahr 1977 gegründet und ist eine der grössten
Reservate in Südamerika. Der tropische Dschungel weist ein kompliziertes
Oekosystem in seinem Beziehungsgeflecht aus verschiedenen Arten und einer
zerbrechlichen Oekologie auf.
Der Manu-Nationalpark bietet eine der grössten Biodiversitäten,
die jemals in einem Reservat auf der Welt entdeckt worden sind und ist
deshalb von der UNESCO als Weltnaturerbe anerkannt worden. Er bedeckt
eine Fläche von von über 2 Millionen Hektar und umfasst Habitats
von Anden-Nebel- und tropischen Regenwald. Das Nationalreservat ist in
drei verschiedene Gebiete getrennt; der Nationalpark ( der nur für
Forscher mit einer Spezialerlaubnis zugänglich ist ), das Reservat
und die Kulturzone, in denen Ressourcen verwaltet werden.
Oekotourismus ist ein relativ neues Konzept und wurde geschaffen, um
dem dringenden Bedürfnis Rechnung zu tragen, ökonomischen Nutzen
aus geschützten Naturzonen zu ziehen, ohne negative Einflüsse
auf die Umwelt auszuüben. Durch den Oekotourismus besuchen eine
steigende Anzahl an Menschen Naturreservate und Parks, um sich an der
Landschaft, der Flora und Fauna zu erfreuen und gleichzeitig werden strikte
Standards beibehalten, die darauf abzielen, die Umwelt zu schützen,
d.h. in anderen Worten, der Natur ihre Spielregeln für den Tourismus
diktieren zu lassen.
Der berühmte Naturreichtum des Manu liegt an seiner ausserordentlichen
Vielfalt an Oekosystemen innerhalb seines Territoriums, mit einer komplexen
Geographie zusammen mit verschiedenen Umweltfaktoren, die in dieser Region
zusammentreffen und so nach Meinung vieler den aussergewöhlichsten
Winkel der Erde bildet.
Das Biosphären-Reservat beginnt auf der Höhe von knapp 4 km
oberhalb des schlangenlinienförmigen Manuflusses. Dies ist die Duna
oder Andengrünland. Ein wenig tiefer stossen die Wolken auf die
Anden und wir treffen auf schemenhaften Umrisse der Elfenwälder.
Weiter unten nimmt die Feuchtigkeit zu und die Vegetation bedeckt alles
ausser den hervorsprudelnden kleinen Flüssen. Das ist der Anden-Nebelwald.
Schliesslich verwandeln sich die Berge in niedrigere runde Hügel,
die Bäume erreichen Höhen von 60 Metern und die Fauna explodiert
geradezu in eine unvergleichliche Zurschaustellung von Leben: dem Amazonas-Regenwald.
Eines der ausserordentlichsten Phänomene ist, wie es möglich
ist, die grosse Anzahl an Arten in einer ständigen Beziehung zu
den ökologischen Bedingungen des tropischen Regenwaldes zu halten.
Dies verdankt es zum Teil der Tatsache, dass die Temperatur keinen radikalen
Schwankungen unterworfen ist und nie unter den Gefrierpunkt sinkt. Ebenso
besteht das ganze Jahr über eine hohe Feuchtigkeit.
Der Manu ist einer von wenigen Orten auf der Erde, der nicht ausgebeutet
und durch menschliche Eingriffe zerstört worden ist und dadurch
besitzen wir die Möglichkeit, alle Tiere in ihren natürlichen,
unberührten Lebensräumen zu betrachten. Der Manu beherbergt
mehr als 1000 Vogelarten, unter ihnen 7 Arten von Aras und Papageien
ebenso wie den Riesen-Jabirufalken, die Harpyie und den Tukan.
Auch viele Säugetiere kann man im Reservat antreffen; beispielsweise
gibt es den Brillenbär, den Ozelot und Jaguar, Riesenottern, Wasserschweine
und Tapire. Es ist auch registriert worden, dass es im Park mehr als
15.000 Pflanzenarten gibt, einschliesslich vieler Heilkräuter, die
laufend gesammelt und katalogisiert werden. Um den hohen Grad seiner
Mannigfaltigkeit unter Beweis zu stellen, kann man in einem einzigen
Hektar Manuwald 220 verschiedene Baumarten bestimmen, im Vergleich zu
den 20 Arten pro Hektar in europäischen Wäldern. Es existieren
13 Primatenarten vom kleinen Tamarin bis zum territorialen Brüllaffen.
Die Insektenwelt ist definitiv nicht die kleinste der Familien und es
ist unmöglich, nicht ein paar Zikaden, Ameisen, Schmetterlinge oder
Drachenfliegen entlang des Weges zu treffen. Viele Reptilien, wie den
schwarzen Kaiman und verschiedene Schlangenarten kann man auch sehen.
Der Manu wird als das möglicherweise biologisch vielfältigste
Schutzgebiet auf der Erde betrachtet und ist daher unserer Aufmerksamkeit
und Schutzes wert. Er ist einer der letzten Plätze, wo es eine Fauna
in solchem Ueberfluss gibt, dass es wie nach einer Art vereinbarter geheimer
Zusammenkunft ausschaut. Ein Mosaik aus Pflanzen- und Tierleben, das
sich vor den Augen des Besuchers ausbreitet. Entdecken Sie mit uns einige
dieser Reichtümer.
Jahreszeiten
Wie überall in Peru gibt es im Manu eine Trocken- und eine Regenzeit.
Der meiste Regen fällt zwischen November und April. Die Trockenzeit
und die beste Zeit zum Beobachten von Tieren ist zwischen Mai und Oktober.
Die Temperaturen schwanken zwischen 13 und 35 Grad Celsius und die Luft
ist im allgemeinen feucht. Manchmal kann die Temperatur bis zu 9 Grad
C sinken; das passiert während des Phänomens, das von den Einheimischen “Friajes” genannt
wird. Der Nebelwald ist nachtsüber immer kalt, deshalb empfehlen
wir, wenn Sie eine Tour in den Manu unternehmen, dass Sie Pullover mitnehmen.
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